Bürgerwerkstatt Egg 2017

Ergebnisse der Bürgerwerkstatt zur gemeinsamen Dorfentwicklung
„Egg 2030 – Gemeinsam Gestalten“

Themen (in Auszügen) der Veranstaltung, die für die Entwicklung des Egger Spiel- und Dorfplatzes von Bedeutung sein könnten – siehe Dokumentation


Informationen aus den Kurzvorträgen

Dr. Thomas Wöhler, Soziologe an der Universität Konstanz
. . . Die Einschätzung der Egger und Eggerinnen zur Lebenszufrieden­heit & Lebensqualität in der Nach­barschaft bewegt sich im Konstanzer Mittel und tendiert beim Miteinander von Alt & Jung und Eignung der Nachbarschaft für Familien mit kleinen Kindern in Rich­tung überdurchschnittlicher und höchster Einschätzung im Ver­gleich zur gesamten Stadt Kon­stanz. Die Zufriedenheit mit Treff­punkten, dem Angebot für Kin­der, Jugendliche und Senioren befindet sich jedoch in den niedrigsten 20% im Konstanzer Vergleich.
Zudem deuten die tendenziell langen Wohnzeiten in Egg auf einen hohen Willen nach Ortsbin­dung hin, was eine gute Voraus­setzung für eine aktive Gemein­schaft darstellt. „Diejenigen, die kommen, bleiben auch“, fasste Dr. Thomas Wöhler zusammen. Eben­­so sei die hohe Kinder- und Jugendquote (c.a. 25 %, was die höchste Kinder- und Jugendquote in der Gesamtstadt ist) ein positiver Wert, auf dem aktiv auf­gebaut werden kann.
Des Weiteren gab Dr. Thomas Wöhler einen Ausblick auf den demografischen Wandel für Egg. Bis 2030 werde sich die Anzahl der 65- bis 85-Jährigen verdoppeln und die Anzahl der über 85-Jährigen verdreifachen. Aufgrund der geringeren Mobilität von Senioren stellt dies „für einen Ort ohne Infrastruktur und Möglich­keiten zum Treffen, eine be­sondere Herausforderung dar“ so Dr. Thomas Wöhler. . . .

Julia Wandt, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation und Presse­sprecherin der Universität Konstanz
. . . Planungen in Egg für Kindergartenplätze, wie sie momentan im Bebauungsplan skizziert werden, begrüßt die Universität. „Freie Plätze, die nicht für Egger Kinder gebraucht werden, kann die Universität immer auffangen“, so Frau Wandt. . . .

Bettina Nocke, freie Stadtplanerin
. . . Ferner ist das Handlungspro­gramm Woh­nen lediglich eine Absichts­erklärung aber keines­wegs recht­lich verbindlich. In dieser Situation ist es ideal, als Bürgerschaft tätig zu werden. Ent­gegen einer engagierten Bürger­schaft kann eine Verwaltung in der Regel nur schwerlich Planungen durchsetzen, die diese ablehnt. . . .

Nicole Conrad, Architektin und Psychologin
. . . Ein zentraler Aspekt ihres Vortrags behandelt die Funktion unter­schiedlicher Treffpunkte. Orte, an denen man sich spontan begegnet, sind für das Zusammenleben von entscheidender Bedeutung, ver­bessern das soziale Miteinander und damit die Lebensqualität. Hier hätte Egg mit einer Auf­wer­tung des Dorf- und Spielplatzes, des öffentlichen Straßenraums oder gemeinschaftlich genutzten Flächen noch vielversprechendes Entwicklungspotenzial. Auch hob sie hervor, wie wichtig es ist, dass sich die Bürger an den weiteren städtebaulichen Entwicklungen beteiligen. Diese Beteiligung unterstützt sinnvolle lebensnahe Entscheidungen und fördert die Identifikation der Bürger mit dem Ort. . . .

Meinungen von Egger Bürgerinnen und Bürger

Baumaßnahmen, Wachstum von Egg
Den Egger Bürgern ist bewußt, dass Egg weiterhin wachsen wird. Sie verfolgen die Pläne und wünschen sich Mitsprache und den Erhalt der Lebensqualität in Egg.
Was Egger Bürger sich wünschen:
• Spielplatz soll in voller Größe erhalten bleiben
• dörflicher Charakter soll erhalten bleiben: niedrige Häuser, Ruhe, bezahlbarer Grund
• Café bzw. Begegnungsstätte
• Treffpunkt für Jugendliche
• Egger Vereine sollten offener sein
• Projekte wie Bücherkiste, Umgestaltung des Spielplatzes, gemeinsame Ausflüge, Lesegruppe, Kreativaktionen, gemeinsamer Garten, Open-Air Kino, Schaukasten

Spielplatz als Lieblingsplatz der Egger
Der Erhalt der Egger Spiel- und Dorfwiese ist vielen Eggern ein großes
Anliegen und somit auf den Plakatwänden ein wichtiges Thema
Was Egger Bürger an Egg sehr schätzen:
• Spielplatz / Bolzplatz „statt Computer und soziale Netzwerke am Smartphone“
• Feste auf der Spiel- und Dorfwiese
Was Egger Bürger sich für den Spielplatz wünschen:
• Erhaltung in voller Größe
• Gemeinsamer Garten mit Insektenhotel, Kräutern, Wildblumen
• Platz mit Überdachung, Grillmöglichkeit